HANNA ISFORT

Ernst Wiechertstr.23
48161 Münster-Nienberge
Te.:02533/680

Hanna Isfort

Seit 1965 Beschäftigung mit Keramik, zuerst im Sinne der klassischen Töpferei -Töpferscheibe, Aufbautechnik-, später zunehmend mehr künstlerische Objekte, figürliche und abstrakte Plastiken, von hier ausgehend Arbeiten in anderen Materialien, Betongartenplastiken und Bronzeguss. Nach autodidaktischen Anfängen Weiterbildung durch mehrjährige Mitarbeit in Töpferwerkstätten in Höhr-Grenzhausen (Peltner und Balzar).
1980-1982 mehrere Gastsemester an der Fachhochschule Dortmund für Bildhauerei und Design bei Professor Ullmann, viele Fortbildungen in Worpswede und Straßburg bei Dora Heynen u.a. und 1994-2000 bei Marlies Crumbiegel(Raku) und Professor Dieter Crumbiegel(freie Plastik) in Heinsberg.

Ausstellungen:
Fischerhude-Galerie Weber
Bad Waldliesborn-Kurhausgalerie
Burg Vischering
Rathaus Warendorf
Heimathaus Tecklenburg
Landgericht Münster
Rathaus Münster
Haus der Niederlande Münster
Ärztekammer Münster
Gemeinschaftsausstellungen mit dem Kunstkreis Spektrum 77,dem ich seit der Gründung angehöre.
1982-2006 jährliche Ausstellungen mit verschiedenen Künstlern (Maler, Grafiker, Goldschmiede usw.) im eigenen Atelier.

Was ist Raku?

Raku ist in der Geschichte der Kunst ein echtes Beispiel für Ursprünglichkeit. Es gehört zu den Ausdrucksformen, die bei ihrer Wiederbelebung wenig einbüßten, im Gegenteil, sogar gewinnen konnten. Raku entstand gegen Ende des 16.Jahrhunderts in Japan. Wie bei allen Ausdrucksformen der Kunst lassen sich auch beim Raku greifbare geschichtliche Beweggründe aufspüren. Es gab einen historischen Augenblick, in dem gesellschaftliche Zwänge und individuelle Schöpferkraft zusammenwirkten, so das eine noch nie da gewesene Keramik entstand.
Die ursprünglichen japanischen Rakugefäße waren Teeschalen und die Rakutöpfer arbeiteten ausschließlich für die Teezeremonie. Man kann über die Entstehung des Raku nicht sprechen, ohne die Teezeremonie und die Zen-Philosophie zu erwähnen.

Die Entwicklung im Westen

Die heutige Raku-Methode und den heutigen Raku-Gedanken sollte man ganz losgelöst von seiner langen Geschichte sehen. Es war Bernard Leach, ein US-amerikanischer Maler und Radierer, der sich in Japan weiterbilden wollte, der die neue Entwicklung auslöste. Er war fasziniert vom Raku und nahm es in den 60er Jahren mit in seine Heimat. Zum ersten Mal nach Jahrhunderten wurde eine japanische Idee verwestlicht.

Die Entstehung eines Raku-Stückes

Für die Raku-Keramik wird Ton und Glasur besonderer Zusammensetzung verwandt. In dem gas-oder holzbeheizten Ofen werden Temperaturen von 1020-1080°C erreicht. Das Raku-Stück wird bei dieser Temperatur glühend aus dem Ofen genommen, kurz abgekühlt und dann in einer reduzierenden Athmosphäre nachgebrannt. Durch die Reduktion kann auf die Farbe und Struktur der Glasur Einfluss genommen werden. Durch die schnelle Abkühlung (Temperaturschock) entstehen charakteristische Sprünge(Craquelee) in der Glasur. Das Glasieren der Raku-Stücke ist eine westliche Ergänzung, bei der ursprünglichen japanischen Technik blieben die Teile ohne Glasur.